Mit dem ÖBS zu neuen Ufern
„Jahrelang wollte niemand meine Fähigkeiten nutzen. Jetzt ist mein Wissen gefragt“, freut sich Johann C. Nach sehr langer Arbeitslosigkeit hat er für ein Stadtteilprojekt die Öffentlichkeitsarbeit aufgebaut. Die ist seitdem professioneller, mehr Leute kommen, das Klima im Kiez wird besser. Johann C. ist im ÖBS beschäftigt – dem öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, den es so nur in Berlin gibt. Dort erhalten ehemals Langzeitarbeitslose in sozialen Projekten, Nachbarschaftszentren usw. Arbeit zu Tariflöhnen mindestens aber für 1300 Euro im Monat. Sie eröffnen sich damit neue berufliche Perspektiven und schaffen gleichzeitig viel für den sozialen Zusammenhalt in ihrem Kiez, in der Stadt. Katrin J. hat als Betreuerin beim Frauenzentrum Paula Panke begonnen. Dort können Eltern, vor allem Alleinerziehende, ihre Kinder außerhalb der Kita- und Hort-Öffnungszeiten zu Hause versorgen lassen. Das macht es ihnen möglich, weiter arbeiten zu gehen und eigenständig zu leben. Sie wissen ihre Kinder in guten Händen. Heute ist Katrin J. die Leiterin des Projekts, das sich gut bewährt hat und manche Nachahmung gefunden hat. Naif H. hat auch im ÖBS begonnen als Integrationslotse. Mit seinen eigenen Erfahrungen als Einwanderer hat er vielen Menschen in der Kreuzberger Düttmannsiedlung den Weg in die Berliner Ämter, in die Schulen, zu den Ärzten geöffnet. Im Berliner ÖBS wird neue Arbeit geschaffen, die sonst niemals erledigt würde. Es ist Arbeit, die gut ist für die Stadt. Und deshalb ist jeder Cent, den auch das Land Berlin dort investiert, gut angelegtes Geld. Wir arbeiten dafür, dass der ÖBS weiter geht – als „gute Arbeit!“.