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ÖBS-Beschäftigte organisieren Ausbildung

"Ich werde hier als gleichberechtigte Partnerin wahrgenommen, nicht als Maßnahme". Martina J. betreut als ÖBS'lerin die Exzellenzinitiative, die die die Akademie für Berufsförderung und Umschulung (ABU) gemeinsam mit dem Bezirk, der Arbeitsagentur, dem Jobcenter und dem Wirtschaftskreis Marzahn-Hellersdorf seit einiger Zeit betreibt. Sie bring Schulen und Unternehmen zusammen, um Ausbildungsplätze für Schulabgängerinnen und -abgänger zu rekurieren. "Am Anfang war es mir unheimlich, in die Schulen zu gehen, für die Exzellenzinitiative zu werben, aber das hat sich schnell gegeben". Mittlerweile ist Frau J., früher mal Leiterin eines Einkaufszentrums, stolz auf ihre Arbeit. Bei Projektbeginn 2005 beteiligten sich je fünf Schulen und Unternehmen, heute sind es neun Schulen und zwölf Unternehmen, alle aus Marzahn-Hellersdorf. "Wir wollen nicht nur gute Ausbildungen für die Jugendlichen, wir wollen auch die Guten im Bezirk halten, die Identifikation der Unternehmen und der jungen Menschen mit dem Bezirk stärken", sagt sie. Sie arbeitet eng zusammen mit zwei weiteren ÖBS'lerInnen der ABU. Ilona N., gelerne Kauffrau, und Waldemar L., Ingenieur für Energietechnik aus St. Petersburg, erstellen seit Juni 2009 den Ausbildungsatlas, ein internet-Portal, das die ABU gemeinsam mit dem Bezirk betreibt. Er soll Jugendliche und Unternehmen zusammen bringen. Mittlerweile gab es 1200 Kontakte zu Unternehmen. 125 Unternehmen stellen derzeit 133 Ausbildungsplätze und 193 Praktikumsstellen in 73 Berufen. "Ohne uns gäbe es das vermutlich nicht", sagt Frau N. Sie hat wie Martina J. und Waldemar L. eine lange Arbeitslosen- und Maßnahmekarriere hinter sich. Im ÖBS haben sie nicht nur eine Beschäftigung, sie haben sinnvolle Arbeit. Und: sie wissen die Ruhe und Sicherheit eines längerfristigen Beschäftigungsverhältnisses zu schätzen. "Hier können wir richtig was aufbauen", hoffen die drei, dass sie ihre Arbeit auch weiter führen können.